Führungskräftegruppe
Aus der einer Führungsposition innewohnenden Notwendigkeit der Beeinflussung anderer erwächst ein Anforderungsprofil mit erheblichen potentiellen Belastungen:
- Führungspersonen erfahren wenig soziale Unterstützung in ihrem Arbeitskontext, viele erleben soziale Isolation
- die für den Arbeitsalltag gewichtigen Beziehungen zu den Mitarbeitern sind zumeist durch eine mangelnde Gegenseitigkeit in Bezug auf soziale Unterstützung und sozial- emotionale Anteilnahme gekennzeichnet
- Führungspersonen scheinen oft aufgrund ihrer Arbeitsrolle und ihres Selbstverständnisses Schwierigkeiten zu haben, persönliche oder berufliche Probleme gegenüber Mitarbeitern oder auch Vorgesetzten zu offenbaren, da sie befürchten, das dies als Schwäche verstanden werden könnte
Führungskräfte brauchen somit eine Gruppe von Gleichen, zu denen kein hierarchisches Gefälle besteht. Dies ermöglicht die Ausbildung eines Zusammengehörigkeitsgefühls zu einer Gruppe, deren Mitglieder sich wechselseitig soziale Unterstützung “auf Augenhöhe” geben können.